Gesellschaft







Nachwuchsarbeit: Polizei muss nehmen, was sie kriegt
Die Polizei auf Länderebene in Deutschland kann derzeit alle Ausbildungsstellen besetzen. Dafür zahlt sie jedoch einen hohen Preis: Bei den Bewerbern gibt es „fatale" Defizite in Mathe, Deutsch und Sport laut Politik und Gewerkschaft. Sputnik hat exklusiv in allen Bundesländern dazu recherchiert (Foto: Lukas Kozmus).
Anlass für die Recherche war die Tatsache, dass die Landespolizei in Brandenburg im letzten Jahr große Probleme hatte, alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Damals warnte die zuständige Brandenburger Gewerkschaft der Polizei (GdP) davor, nicht alle offenen Ausbildungsstellen innerhalb der Polizei mit qualifiziertem Personal besetzen zu können.

Bei der Landespolizei Brandenburg bewarben sich 2016 insgesamt über 6.500 junge Frauen und Männer um eine Ausbildung bzw. ein Studium an der Polizei-Fachhochschule. Es gab dabei gesamt etwa 350 offene Stellen: 151 im Mittleren Polizeidienst, 200 im Gehobenen Dienst. Die GdP hatte damals vor allem bemängelt, dass trotz der vielen Bewerber wenig geeignete Kandidaten zu finden waren.

Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben daraufhin den zuständigen Innenministerien, Landespolizeibehörden sowie Polizeigewerkschaften in allen 16 Bundesländern folgende Fragen gestellt:

- Wie viele Ausbildungsplätze für den Polizeidienst gab es 2016? Wie viele sind es 2017?
- Wurden alle Ausbildungsplätze letztlich besetzt? Wie groß war die Anzahl der Bewerber?
- Ist die Landespolizei mit dem Bildungsniveau und den Qualifikationen der Bewerber zufrieden?
Die Sputnik-Recherchen ergaben, dass alle Bundesländer mittlerweile die Einstellungszahlen deutlich erhöht haben. Damit kamen sie einer Forderung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nach.
Wir stießen auf interessante Hintergründe im Zuge unserer Recherche: Der RAF-Terrorismus beschert dem Land Nordrhein-Westfalen heute noch Probleme im Polizeinachwuchs. In Süddeutschland sind Auswahlverfahren laut Polizeigewerkschaft von Anfang an „völlig falsch" angelegt worden. Das Land Berlin habe durch eine Strukturreform aus der Polizeiakademie eine „Berufsschule" gemacht, so kritische Gewerkschaftsstimmen. Zudem wird allerorts der sinkende Bildungsstand der Bewerber bemängelt.
Eine Frage drängte sich zunehmend in den Vordergrund: Sind die angenommenen Bewerber von ihren Qualifikationen her auch immer geeignet für den Polizeidienst?
Unsere Recherchen ergaben, dass die Neueinstellungen auch zustande kommen, weil augenscheinlich auch geringer qualifizierte Bewerber vermehrt eingestellt wurden. Das kritisierten Gewerkschaften – und auch die Landesministerien selbst. Die Polizei müsse nehmen, was der Arbeitsmarkt hergebe, hieß es oft. Nimmt die Landespolizei wirklich ein sinkendes Bildungsniveau und geringer qualifizierte Bewerber in Kauf, um neue Stellen belegen zu können? Wir hakten nach …
Eine Frage drängte sich zunehmend in den Vordergrund: Sind die angenommenen Bewerber von ihren Qualifikationen her auch immer geeignet für den Polizeidienst? Wir hakten nach …
(Foto: Grant Cochrane).































Brandenburg
Droht "drittklassige" Polizei?
„Der Landespolizei Brandenburg ist es entgegen mancher Unkenrufe im letzten Jahr doch noch gelungen, alle 351 Ausbildungsstellen zu besetzen", so der Kommentar von Ingo Decker, Leiter für Pressearbeit im Brandenburger Ministerium des Innern. Er zog Parallelen zwischen Polizei und freier Wirtschaft. Auch die Polizei könne nur die Ausbildungskräfte nehmen, die der Arbeitsmarkt hergebe. „Die Verbindlichkeit der Berufswahl ist niedriger geworden", erklärte der Ministeriumssprecher. „Das hat wohl mit dem gesellschaftlichen Wandel zu tun. Wir stellen außerdem fest, dass manche Grundkenntnisse in Rechtschreibung, auch in Mathe nicht gut sind. Da fragt man sich doch: Was wird heutzutage noch in unseren Schulen beigebracht?"
Gewerkschaftsvorsitzender Andreas Schuster machte in scharfen Worten deutlich: „Die Landesregierung Brandenburg muss sich endlich zu ihrer Landespolizei bekennen." Brandenburgs GdP-Chef lobte zwar die hohen Bewerberzahlen, kritisierte aber auch: „Zum Schluss bleiben im eigentlichen Auswahlverfahren nur noch 1.000 Kandidaten übrig. Doch mit dieser Bewerbergruppe ist es schwierig, die offenen 350 Stellen mit geeignetem, qualifizierten Personal zu besetzen."
Die GdP Brandenburg lehne vehement das Absenken von Bildungs-Standards bei den Einstellungsverfahren ab. „Das Land darf die Vorgaben für die Polizeikandidaten bei den Tests in Rechtschreibung, Mathematik oder Sport nicht absenken. Dagegen wehren wir uns! Wir wollen keine zweit- oder drittklassige Polizei. Wir wollen eine erstklassige, eine hochqualifizierte, eine geeignete Polizei. Wenn die Landesregierung von Brandenburg nicht endlich aufwacht, werden wir in den nächsten Jahren das Problem haben, dass wir unsere Stellen nicht besetzt bekommen", so ihr Vorsitzender. Schlechte Besoldung bleibe weiterhin ein Problem. „Allein die Kollegen in Bayern verdienen im Schnitt 13 Prozent mehr Gehalt als bei uns", so Schuster, der klarstellte: „Wir haben richtig gute Leute an unserer Polizei-Fachhochschule, nur die zu finden, wird immer schwieriger."
Sachsen-Anhalt
Ein Drittel besteht den Deutsch-Test nicht
„Für 2017 hat unsere Landesregierung im Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass die Landespolizei Personal aufstocken soll", erklärte Martin Zimmermann, Pressesprecher der Fachhochschule Polizei in Aschersleben (Sachsen-Anhalt). „Leider sind auch Bewerber dabei, die allein aufgrund der eingereichten Bewerbungsunterlagen nicht geeignet sind. Einige der Anwärter scheitern später in der nächsten Runde an den Eignungstests. Etwa 30 Prozent der Bewerber schaffen den Deutsch-Test nicht. Auch lässt der Fitness-Zustand der Polizeianwärter zu wünschen übrig. Das stimmt uns traurig." Das Bildungs- und Innenministerium müsse hier ansetzen, forderte der Polizeisprecher.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Sachsen-Anhalt bemängelte ebenso das absinkende Bildungsniveau der Bewerber und kritisiert finanzielle Engpässe. „Wir müssen mit den Bewerben leben, die wir haben, die sozusagen die Bildungspolitik für uns bereit hält", so GdP-Landesvorsitzender Uwe Petermann. „Hier hapert es am Geld, wie an vielen Stellen in unserem Land". Er forderte zudem von der Landesregierung und vom zuständigen Bauamt, dass bis Anfang September alle notwendigen und bereits angekündigten Baumaßnahmen im Bereich der Polizeischule Aschersleben abgeschlossen sein müssen. „Da muss die Regierung Nägel mit Köpfen machen, im wahrsten Sinne des Wortes", sagte der Polizei-Gewerkschafter. Die Erweiterung der Polizeischule in Aschersleben wird notwendig, da sie nun ab Herbst insgesamt 700 Polizeianwärterinnen und Anwärter, weit mehr als zuvor, unterrichten wird.
Bessere Werbe- und Nachwuchskampagnen der Landesregierung Sachsen-Anhalt forderte auch Innenexperte Rüdiger Erben (SPD), ehemaliger Staatssekretär im Innenministerium des Landes. „Viele junge Menschen wissen gar nicht, dass viele Polizisten gesucht werden", so der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Landtag von Magdeburg. „Mit der Werbung für den Polizeinachwuchs hakt es in vielen Bundesländern, bei uns in Sachsen-Anhalt übrigens auch", sagte er. Doch dort tut sich bereits was. Die Pressestelle der Landespolizei Sachsen-Anhalt teilte Sputnik gegenüber mit, dass im August eine großangelegte Medienkampagne durch das Magdeburger Innenministerium geplant sei. Damit sollen junge Leute noch zielgerichteter für den Polizeidienst geworben werden.
„Zum Schluss bleiben im eigentlichen Auswahlverfahren nur noch 1.000 Kandidaten übrig. Doch auch mit dieser Bewerbergruppe ist es schwierig, die offenen 350 Stellen mit geeignetem, qualifizierten Personal zu besetzen." - Andreas Schuster, Brandenburgs GdP-Chef.
(Foto: Polizeiakademie Berlin)
Berlin
„Polizeiakademie entwickelt sich zur Berufsschule."
Benjamin Jendro, Pressesprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin sagte, dass trotz kürzlich erfolgter Umstrukturierungen immer noch jede Menge Nachholbedarf bei der Berliner Landespolizei bestehe. Denn die kürzlich erfolgte Reform sei laut der Polizeigewerkschaft bisher kein Erfolg gewesen. „Aus der Polizeischule wurde die Polizeiakademie", so Jendro gegenüber Sputnik. „Leider veränderte die Reform auch Ausbildungsinhalte, in negativer Hinsicht. Die Akademie ist dabei, sich zu einer Art Berufsschule zu entwickeln. Das ist eine fatale Entwicklung." Es gebe bei der Ausbildung insbesondere finanzielle, personelle und bildungspolitische Probleme. „In Berlin sind wir aufgrund der Sparmaßnahmen der letzten Jahre in einer Situation, wo wir jetzt massiv einstellen müssen. Doch dabei müssen wir ebenso sehen, dass wir gutes Bildungsniveau und die Qualität der Bewerber weiterhin sichern."
Die drängendsten Problemfelder in der Berliner Polizeiausbildung seien weiterhin Defizite im Deutschunterricht und in der Politischen Bildung sowie mangelhafte Sozialkompetenz und schlechte Allgemeinbildung. „Wir brauchen Deutschunterricht, besonders in Berlin", forderte der Gewerkschaftssprecher.
NRW
Hausgemachte Probleme in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Die zuständige Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen (NRW) befürchtet, dass trotz der derzeitig hohen Einstellungszahlen beim Nachwuchs der Landespolizei NRW ein langfristiger Personalaufbau wohl nicht möglich sei. „Bis 2025 werden wir wohl nicht genügend Polizeistellen aufgebaut haben", so Volker Huß, Vorstandsmitglied der GdP in diesem Bundesland: „Damit können wir dem ständigen Personalschwund aufgrund von Pensionierungen niemals begegnen."
Auch der RAF-Terrorismus früherer Tage beschert dem Land Nordrhein-Westfalen heute noch Probleme im Polizeinachwuchs. „Bei uns gibt es besonders viele Polizeistellen, das sind noch die Folgen des RAF-Terrorismus. In den 70er Jahren hatte unser Bundesland angesichts der Terrorismuswelle eine Einstellungsoffensive gefahren und viele Beamtinnen und Beamte ad-hoc eingestellt. Diese Kollegen gehen jetzt in Rente und die Stellen werden nicht adäquat neu besetzt. Das trägt auch zum Personalschwund bei."
Doch nicht nur die Zukunft, auch die Gegenwart sieht die Gewerkschaft eher negativ. „In diesem Jahr fahren wir ein Null-Summenspiel, was den Personalaufbau angeht, aufgrund der Pensionierungen", schilderte der GdP-Vorsitzende. Er blickte auf den jüngsten Landtagswahlkampf in NRW. „Hier sagen alle etablierten Parteien wie CDU, SPD und die Grünen: Bei Regierungsübernahme werden wir jährlich 2.300 neue Polizeianwärter einstellen. Das aber erst die früheren SPD- und CDU-geführten Regierungen durch ihre mangelhafte Polizeipolitik diese Zahlen verursachte haben, darüber redet heute keiner mehr", machte Huß deutlich. Bereits seit 2012 fordere die GdP NRW erhöhte Einstellungszahlen beim Land. Die kämen jetzt zwar auch. Aber die Forderungen der Polizeigewerkschaft seien leider nur „aufgrund der gestiegenen terroristischen Bedrohung und der Kriminalitätsentwicklung" erhört worden.
„Das ist nicht die Polizei, die ich mir vorstelle. Die Polizei muss bürgernah sein. Sie muss Qualität abliefern und jederzeit in der Lage sein, Sachverhalte bewerten zu können. Dazu brauch ich natürlich gut ausgebildete Menschen." - Hans-Jürgen Kirstein, Landesvorsitzender der GdP in Baden-Württemberg.
(Foto: Lukas Kozmus)
Baden-Württemberg
„Das ist nicht die Polizei, die ich mir vorstelle"
Aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Baden-Württemberg trügt die reine Statistik. „Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die reinen Zahlen keine Aussagekraft besitzen für die Praxis", so Hans-Jürgen Kirstein, Landesvorsitzender der GdP in Baden-Württemberg. Das Bundesland habe die Polizei-Einstellungsverfahren von vornherein „völlig falsch angelegt". Die Wartezeit für Bewerber sei zu lang. „Die Bewerber warten bis zu vier Monate auf eine Rückantwort von unserer Landespolizei. In der Zwischenzeit springen die natürlich ab, sobald Job-Zusagen anderer Unternehmen zuvorkommen", erklärte der GdP-Vertreter.
Das habe die GdP schon „mehrfach und energisch" in Stuttgart bei der Landesregierung vorgetragen. Bisher ohne Erfolg, so Kirstein. „Das ist nicht die Polizei, die ich mir vorstelle. Die Polizei muss bürgernah sein. Sie muss Qualität abliefern und jederzeit in der Lage sein, Sachverhalte bewerten zu können. Dazu brauch ich natürlich gut ausgebildete Menschen."
Hamburg
Ausbildungsoffensive komme „zu spät"
Die Hamburger Gewerkschaft der Polizei zeigte sich auf den ersten Blick zufrieden mit den Ausbildungszahlen im Bereich der Landespolizei. Dennoch komme die "Ausbildungsoffensive" vom Land zu spät, kritisierte Horst Niens von der GdP Hamburg auf Sputnik-Nachfrage.
„Hier sagen alle etablierten Parteien wie CDU, SPD und die Grünen: Bei Regierungsübernahme werden wir jährlich 2.300 neue Polizeianwärter einstellen. Das aber erst die früheren SPD- und CDU-geführten Regierungen durch ihre mangelhafte Polizeipolitik diese Zahlen verursacht haben, darüber redet heute keiner mehr." - Volker Huß, Vorstandsmitglied der GdP NRW.
(Foto: Lukas Kozmus)





























Bremen
„Wir haben hier eine Personalnot"
Ähnliche Situation beim Nachbarn im Norden: Die Landespolizei Bremen habe mit schlechten Einstellungsbedingungen sowie einer relativ ungünstigen Nachwuchsgewinnung zu kämpfen. „Wir haben letztlich eine Personalnot", sagte der Landesvorsitzende der GdP Bremen, Jochen Kopelke, im Rahmen unserer Sputnik-Recherchen.
„Es gibt große Schwierigkeiten, Polizeinachwuchs zu gewinnen. Der Polizei fehlt offensichtlich eine gute Strategie, um gute Absolventen für die Polizeiausbildung zu gewinnen." - Innenexperte Marcel Luthe (FDP).
(Foto: Journalistenwatch)
Innenexperte: „Polizei fehlt Strategie in der Nachwuchsgewinnung"

Eine Einschätzung der Situation für ganz Deutschland durch einen Experten auf Bundesebene war so nicht möglich, da uns immer wieder auf Anfrage erklärt worden ist, dass die Nachwuchsarbeit bei jeder Landespolizei in der Bundesrepublik Ländersache ist. Daher bewertete Innenexperte Marcel Luthe (FDP) als Berliner Landespolitiker die Ergebnisse der Sputnik-Recherche auf Anfrage.

„Die Recherche bestätigt prinzipiell das, was auch wir seit langem kritisieren", sagte er. „Es gibt große Schwierigkeiten, Polizeinachwuchs zu gewinnen. Der Polizei fehlt offensichtlich eine gute Strategie, um gute Absolventen für die Polizeiausbildung zu gewinnen. Wenn Sie sich den Umgang des Berliner Senats und aller weiteren Landesregierungen mit unseren Polizisten anschauen, dann erkennen Sie, dass großes Schindluder getrieben wird mit den jungen Polizistinnen und Polizisten", so der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.
Luthe stand Aussagen, es gebe nicht genügend geeignete Bewerber auf dem Personalmarkt, kritisch gegenüber. „Das ist nicht so", macht er deutlich. „Viele Unternehmen, insbesondere im IT-Bereich, sind in der Lage, sich hervorragende Absolventen von den Schulen und Hochschulen auszusuchen. Warum ist das so? Diese Unternehmen sind einfach attraktive Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt." In der Bildungspolitik gebe es zwar auch strukturelle Probleme. „Aber dennoch gibt es gute Absolventen aus allen Schulformen, die hervorragend für den Polizeidienst geeignet wären", so der Innenpolitiker weiter. „Diese entscheiden sich aber nicht für die Polizei, weil sie als unattraktiver Arbeitgeber gesehen wird." Die Polizei müsse ebenso ein attraktiver Arbeitgeber werden, forderte er. Das könne die Polizei werden, wenn sie ausreichend Unterstützung von landespolitischer Seite erhalten würde. „Angemessene Besoldung, bessere IT-Werkzeuge und Ausrüstung, bessere Werbekampagnen, bessere finanzielle Ausstattung. All dies sind Maßnahmen, damit die Polizei nicht irgendwelche Bewerber anziehen soll, sondern die besten", forderte er.
... dennoch gibt es gute Absolventen aus allen Schulformen, die hervorragend für den Polizeidienst geeignet wären. Diese entscheiden sich aber nicht für die Polizei, weil sie als unattraktiver Arbeitgeber gesehen wird.
Speziell in Berlin sei die Polizei laut ihm in den letzten Jahren „systematisch kaputtgespart" geworden, speziell im Bereich der IT-Ausstattung. „Extrem viele Überstunden, schlechte Besoldung, schlechte Ausstattung. Zudem fehlt ein Innenminister oder Senator, der sich schützend vor seine Beamten stellt." Das ist laut Luthe ein Problem in allen Bundesländern. Die Landespolitik stehe nicht hinter ihrer Landespolizei.
Text
Alexander Boos
Fotos mit freundlicher Genehmigung (Alle Rechte vorbehalten)
Design
Erkin Rasulev
Made on
Tilda